Mein Haus

Nägel mit Köpfchen: umweltbewusst bauen von Grund auf!

Jetzt liegt es in Ihrer Hand: Denken Sie so früh wie möglich daran, Ihr Haus zum „Energiesparschwein“ auszurüsten, das Ihnen ab Einzugstag jedes Jahr bares Geld einsparen hilft.

Liegendes Paerchen in der Wiese Deutsche Rockwool

Die Kosten für „grüne“ Baustoffe sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, während sich ihre Energriespar-Leistungen ständig verbessert haben. Dichtungen, Dämmungen und Verbundsysteme für die wirksame Dach- und Fassadendämmung, energiesparende Fenster und Haustüren, Hauslüftungen mit Wärmerückgewinnung, Solaranlagen und clevere Speichersysteme für nachhaltig erzeugte Wärme- und Stromeinheiten, eventuell kombiniert mit einem modernen Kamin – all das steht Baufreunden heute zur Verfügung, zu bezahlbaren Preisen. Es kommt nur darauf an, die Elemente richtig zu kombinieren. Eine professionelle Energieberatung beim EUROBAUSTOFF – Fachhändler öffnet Ihnen die Türen zu einem neuen Energiezeitalter.

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Der Jahres-Primärenergiebedarf entscheidet

Kenngröße für den Energieverbrauch eines Neubaus ist sein flächenbezogener Jahres-Primärenergiebedarf, der auf Basis eines Referenzhauses ermittelt und in Kilowattstunden pro m2 angegeben wird. Zum Vergleich: Während der Primärenergiebedarf eines Bestandsgebäudes in Deutschland bei 300 kWh pro m2 und Jahr liegt – ein Betrag übrigens, der mit wenig Aufwand halbiert werden könnte – liegt der geforderte Grenzwert für ein Passivhaus bei gerade noch einem Zehntel! 30 kWh pro m2 und Jahr ist hier die Obergrenze, ein Wert, der sich mit modernen Baustoffen und Techniken leicht erreichen lässt. Die KfW-Förderbank unterstützt Ihre Bemühungen um mehr Energieeffizienz, allerdings wiegen die Fördergelder nicht immer den Mehraufwand für Energierückgewinnungsanlagen (z.B. Wärmepumpen oder Hauslüftungen) auf. Wir empfehlen: Kosten vergleichen!

Haeuserverbund mit gelber Fassade und blauen Fenstern häussermann GmbH & Co. KG Nicht modernisierte Einfamilienhäuser in Deutschland haben einen Primärenergiebedarf von bis zu 300 kWh pro m² und Jahr!

Die Energieeinsparverordnung (EnEV)

Kein Baufreund kommt an der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorbei. In der EnEV legt der Gesetzgeber verbindliche Grenzwerte für den Energieverbrauch von Gebäuden fest und stellt entsprechende Anforderungen an Bauteile und Anlagentechnik. Baufreunde, die ein Haus neu errichten wollen, können wählen, wie sie die Vorgaben erfüllen: durch gründliche Wärmedämmung, innovative Heiztechnik und/oder durch Einsatz erneuerbarer Energien. Am Ende steht meist eine Kombination aus leistungsstarker Wärmeschutz- und fortschrittlicher Anlagentechnik.

Richtig Dämmen

Dächer clever dämmen

Dächer clever dämmen Steildächer sind laut EnEV so zu dämmen, dass ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,30 W/m2K nicht überschritten wird. Zum Vergleich: Bei einem ungedämmten Dach misst man U-Werte von 1,0 und höher, das bedeutet: hohe Energieverluste! Wird das Dach professionell gedämmt, kommen U-Werte um 0,25 heraus, bei sehr guter Dämmung sogar nur 0,15 oder weniger. Wenn Sie Ihr Dachgeschoss nicht oder noch nicht komplett ausbauen wollen bzw. können, haben Sie die Möglichkeit, zunächst nur die oberste Geschossdecke zu dämmen. Das ist günstig und lässt Ihnen für später alle Optionen offen.

Richtig dämmen – (k)eine Kunst!

Mit modernen Hochleistungsdämmstoffen erreichen Sie die Vorgaben der EnEV spielend und zu wirtschaftlichen Konditionen. Doch Vorsicht: Auf handwerklich perfekte Ausführung kommt es an! Überlegen Sie gut, ob Sie und Ihre Baufreunde sich das zutrauen. Feuchtigkeit zum Beispiel setzt die Wärmedämmwirkung eines Baustoffs stark herab. Entsprechend müssen z.B. Dachdämmungen durch sogenannte Dampfsperren bzw. Dampfbremsen gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus den Wohnräumen geschützt werden. Eine Aufgabe für den Profi, der Ihnen die erfolgreiche Ausführung auch garantieren wird.

Strengere Werte für geförderte Häuser

Wollen Sie KfW-Förderbeträge für Ihr neues Haus beantragen, müssen Sie Anforderungen an die Bauteildämmung erfüllen, die vereinzelt an die von Passivhäusern heranreichen. Für Dach und Decke liegen die geforderten U-Werte zum Beispiel zwischen 0,10 und 0,20, während sie beim Passivhaus unter 0,10 liegen müssen.

Geforderte Mindest-U-Werte für Neubauten nach EnEV 2009

mittlerer U-Wert für die Geäudehülle

freistehender Neubauten U-Wert: 0,40
Dach und oberste Geschossdecke U-Wert: 0,20
Außenwand und Decke gegen Außenluft U-Wert: 0,28
Außenwand gegen Erdreich U-Wert: 0,35
Fenster und Fenstertüren U-Wert: 1,30
Dachflächenfenster U-Wert: 1,40
Außentüren U-Wert: 1,80

Erneuerbare Energien berücksichtigen

Parallel zur EnEV müssen Baufreunde, die einen Neubau errichten, auch das sogenannte Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) erfüllen. Diese Vorschrift fordert zur höheren Energieeffizienz auch die Einplanung eines festen Anteils an erneuerbaren Energien für Heizung und Warmwasserversorgung. Wirtschaftliche Lösung: der Einbau einer thermischen Solaranlage. Deren vorgeschriebene Mindestgröße richtet sich nach der Nutzfläche des Hauses und beträgt 0,04 m2 je Quadratmeter genutzter Fläche. Ein Einfamilienhaus mit 200 m2 Nutzfläche bräuchte entsprechend eine wärmeerzeugende Solaranlage von mindestens 8 m2 auf dem Dach.

Photovoltaik-Anlagen – immer noch lohnend

Solarstrom, den Sie auf Ihrem Dach erzeugen, können Sie ins öffentliche Netz einspeisen und „verkaufen“. Die Vergütung, die Sie dafür erhalten, ist im Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) festgelegt und hängt ab vom Zeitpunkt der Installation. Ab Installation garantiert der Gesetzgeber 20 Jahre lang einen bestimmten Betrag. Dieser Betrag sinkt zwar kontinuierlich, lohnt aber die Anschaffung einer Photovoltaik immer noch.

Alternative: Solarstrom selber verbrauchen

Schönes Gefühl, von keinem Energieversorger mehr abhängig zu sein! Der Weg dahin führt über eine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch. Um den durchschnittlichen Strombedarf eines Vier-Personen- Haushalts (ca. 3.500 bis 4.400 kWh) zu decken, sind im Schnitt 35 bis 40 m2 Kollektor-Fläche nötig. Auch mit einer kleineren Photovoltaik-Anlage können Sie immer noch einen großen Teil des benötigten Stroms selbst produzieren.

Energiespar-Baustein Wärmepumpe

Eine besonders clevere, wenn auch etwas aufwändigere Form, den selbst erzeugten Strom optimal zu nutzen, besteht darin, ihn zum kostenlosen Betrieb einer Wärmepumpe einzusetzen. Wärmepumpen nutzen die Energie der Umgebungsluft oder eines anderen Mediums, um Wärme zu erzeugen. Passivhäuser etwa müssen luftdicht ausgeführt sein und erfordern eine Anlage zur Hauslüftung. Mit einer Wärmerückgewinnungsanlage in Form einer Wärmepumpe können Sie den Wärmeanteil in der verbrauchten Luft zur Vorwärmung der zugeführten Frischluft bzw. zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung nutzen und auf diese Weise zusätzliche Heizenergie einsparen.

Sonnenenergie-Speicher für Heißduscher

Mit einer alternativen bzw. ergänzenden Warmwasser-Solaranlage auf dem Dach können Sie 60 bis 70 % des täglichen Warmwasser- Energiebedarfs einsparen, im Sommerhalbjahr sogar bis zu 100 %. Auch ihre Heizung profitiert vom neuen System. Das Geheimnis: ein moderner Kombipuffer-Speicher. Er funktioniert als zentrale „Sammelstelle“ für Wärme aus unterschiedlichen Quellen: Öl, Gas, Holz, Sonnenenergie oder Wärmepumpe.

Noch eine Größe, die Sie kennen sollten: der U-Wert

Der sogenannte U-Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizienten (Watt/m2K) für eine Gebäudehülle bzw. ein Bauteil an. Gemessen wird dabei, mit welchen Verlusten die Wärme durch eine Materialschicht wandert (z.B. Ziegel, Fenster, aber auch mehrschichtige Wärmedämmsysteme), wenn an beiden Seiten unterschiedliche Temperaturen anliegen.

Achtung: Je höher der U-Wert, desto schlechter die Dämmleistung!

Was der Laie auf jeden Fall wissen sollte: Der Wärmedurchgangskoeffizient ist eine Verlustgröße. Je höher also der gemessene Wert, desto schlechter ist die Wärmedämmeigenschaft des Materials. Oder umgekehrt: Je kleiner die Zahl, desto höher die Wärmedämmung des Bauteils, desto höher entsprechend die damit verbundene Heizkosten-Ersparnis.