Hochwasser

Entwässerungsrinnen verhindern Pfützen und nasse Wände

Damit Straßen, Garageneinfahrten, Weg oder Terrassen bei Regen nicht überflutet werden und weiterhin begangen werden können, ist der Einbau von Entwässerungsrinnen in vielen Fällen notwendig.

Müssen die Rinnen nicht betreten oder befahren werden, so reichen offene Rinnen aus, ansonsten müssen sie geschlossen sein. Bei geschlossenen Rinnen werden Kasten- und Schlitzrinnen unterschieden. Bei offenen Rinnen unterscheidet der Fachmann Pendel-, Mulden-, Spitz- und Bordrinnen. In der DIN EN 1433 werden zudem zwei Rinnentypen unterschieden: Typ I und Typ II. Der erste Typ braucht kein lastabtragendes Fundament und/oder keine Ummantelung. Soll Typ II verwendet werden, sind allerdings ein Fundament und/oder eine Ummantelung notwendig. Für die Herstellung von Entwässerungsrinnen werden Kunststoff, Beton oder Stahlbeton verwendet. Als besonders geeigneter Baustoff hat sich zudem Polymerbeton erwiesen. Dieser nutzt einen Kunststoff als Bindemittel, Zement kommt bei diesem Beton allenfalls als Füllstoff zum Einsatz. Polymerbeton ist flüssigkeitsdicht, resistent gegenüber aggressiven Medien, sehr leicht und äußerst stabil.

Vorgehensweise für den ambitionierten Heimwerker

Der ambitionierte Heimwerker kann Entwässerungsrinnen auch selbst verlegen und somit seine Garageneinfahrt oder Terrasse entwässern. Im Handel gibt es spezielle Systeme für Selbermacher, die ganz einfach zu verlegen sind. In folgendem Beispiel wird gezeigt, wie eine Entwässerungsrinne aus Polymerbeton verlegt wird.

Vorarbeit

Zunächst ist Handarbeit angesagt: der Graben für die Entwässerungsrinnen muss ausgehoben werden. Nun kann die Kanalleitung an den Tiefpunkt des Rinnenstranges geführt werden. Am Tiefpunkt kann auch ein Einlaufkasten zum Einsatz kommen, dieser ist beim Ausheben des Grabens mit zu berücksichtigen. Zudem muss die Stirnwand am Zulauf von innen ausgeschlagen werden, bevor der Rinnenkörper angeschlossen wird. Der Einlaufkasten muss so ausgerichtet werden, dass der Kanalanschluss hergestellt werden kann. Wird auf den Einlaufkasten verzichtet, wird zunächst der vorgeformte Rinnenablauf von innen ausgeschlagen und am Ende eine Stirnwand eingesetzt. Ein PVC-Rohr der Größe DN 100 stellt den Anschluss an die Kanalisation her.

Zu beachten:

Damit das Wasser ablaufen kann, müssen die Rinnen in einem leichten Gefälle eingebaut werden. Der Kanalanschluss bildet hierbei den Tiefpunkt.

Beton anmischen

Die Entwässerungsrinnen werden durch ein Betonbett im Boden fixiert. Es muss jetzt also erst einmal Beton angemischt werden. Dazu werden Zement, Sand und Wasser benötigt. Genauer gesagt sind erst einmal drei Teile Sand und ein Teil Zement miteinander zu vermischen. Dann kommt das Wasser dazu, und zwar soviel, dass das Gemisch nicht zu flüssig wird, sondern noch einigermaßen standfest ist. Der Beton wird dann in den vorbereiteten Graben gegeben und der Einlaufkasten ins Betonbett gesetzt.

Fixieren mit Beton

Anschließend werden die verschiedenen Rinnenkörper nacheinander ins Betonbett gesetzt und ausgerichtet. Durch seitliches Unterfüttern der Rinnen mit Beton bekommen diese stabilen Halt. Auch die Außenseite der Stirnwand der Rinnenkörper wird einbetoniert. Ist dies geschehen, können die Abdeckroste aufgelegt und der Pflasterbelag verlegt werden. Die Pflaster sollten etwa drei bis fünf Millimeter höher als die Abdeckroste sein, damit das Wasser besser ablaufen kann.