Wärmeleitfähigkeit (U-Wert)
Der U-Wert ist die wichtigste Kenngröße bei der Dachdämmung. Er gibt den Wärmeverlust des Bauteils pro Quadratmeter Fläche und je Grad Temperaturdifferenz zwischen innen und außen an. Je niedriger der U-Wert, desto größer ist die Energiesparleistung.
| Wärmeleitfähigkeit W/(m²·K) | Wasserdampfdiffusion μ | Brandschutzklasse | |
|---|---|---|---|
| EPS | 0,032 – 0,040 | 20 – 100 | B1 |
| XPS | 0,032 – 0,040 | 80 – 200 | B1 |
| Resol | 0,022 – 0,025 | 10 – 40 | B2 |
| PUR/PIR | 0,024 – 0,029 | 30 - 150 | B1 |
| Mineralwolle | 0,035 – 0,041 | 1 – 2 | A1 |
| Holzfaser | 0,040 – 0,045 | 5 – 10 | B2 |
Generell unterscheidet man beim Steildach drei Dämmvarianten: Auf-, Zwischen- und Untersparrendämmung. Die Aufsparrendämmung wird oberhalb der Dachsparren und von außen angebracht. Die Zwischensparrendämmung kann sowohl von außen als auch von innen zwischen den Sparren montiert werden. Bei der Untersparrendämmung wird die Dämmung von innen unter den Sparren montiert und dient oftmals als Ergänzung zur Zwischensparrendämmung von innen. Bei einem ungenutzten Dachboden kann auch eine Dämmung der oberen Geschossdecke eingesetzt werden.
sd-Wert
Der sd-Wert gibt an, wie viel Widerstand in Metern ein Baustoff im Vergleich zu Luft gegen das Eindringen von Feuchtigkeit bietet. Je kleiner der sd-Wert ausfällt, desto dampfdurchlässiger ist ein Material.
Montageanleitung
Beispiel: Unter- und Zwischensparrendämmung
Bei der Modernisierung des Daches geht es meist darum, die Dämmung nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) anzupassen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Baugenehmigung
Bleibt die äußere Gestalt des Hauses – wie bei einer Zwischensparrendämmung innen – unverändert, brauchen Sie keine Baugenehmigung. Diese wird erst nötig, wenn sich Statik und Dachgestalt – wie bei der Aufsparrendämmung – verändern, oder wenn neuer Wohnraum unterm Dach entsteht. In diesem Fall müssen Statik, Brandschutz, Wärme- und Schallschutz überprüft werden.
Flachdach
Nicht nur im Industrie- und Gewerbebau, sondern auch beim Bau von Einfamilienhäusern sind Flachdächer heute gefragter denn je. Unter dem Sammelbegriff werden alle Dächer zusammengefasst, die keine oder nur eine sehr geringe Dachneigung aufweisen. Die Wärmedämmung von Flachdächern ist eine besondere Herausforderung. Durch kleinste undichte Stellen dringt Nässe ein, die nicht nur das Dämmmaterial zerstört, sondern auch zu Bauschäden führen kann. Auf eine sehr sorgfältige Abdichtung muss zwingend geachtet werden.
Konstruktionsweisen
Durch immer weiter steigende Anforderungen an die Energieeffizienz von Häusern, erfreuen sich Flachdächer immer größerer Beliebtheit. Sie zeichnen sich durch eine sehr kompakte, würfelähnliche Form aus. Da die Oberfläche eines Würfels im Verhältnis zum Volumen vergleichsweise klein ist, fällt auch die Wärmeabstrahlung entsprechend gering aus, wenn das Gebäude beheizt wird. Flachdächer eignen sich besonders gut für den Bau von Niedrigenergie- und Passivhäusern. Neben dem energetischen Aspekt überzeugen Flachdächer noch mit weiteren Vorteilen: Ein Flachdach verleiht dem Haus, als Kontrast zu den weit verbreiteten Steildächern, eine zeitgemäße, extravagante Optik und ist dank moderner Materialien langlebig und wartungsarm. Weil das oberste Geschoss keine Dachschrägen aufweist, wird auch keine Wohnfläche verschwendet. Bei der Installation einer Photovoltaik-Anlage können die Kollektoren optimal zur Sonne ausgerichtet werden. Ein Flachdach eignet sich auch optimal zur Begrünung oder als Dachterrasse.