Die gängigsten Dachformen
Fragen Sie sich, welches Dach am besten zu Ihrem Haus passt? Verständlicherweise keine leichte Entscheidung, schließlich soll Ihr Dach nicht nur Schutz bieten, sondern auch den Charakter des Hauses unterstreichen. Neben Ihrem persönlichen Geschmack sind auch die im Bebauungsplan festgeschriebenen Auflagen, die Hauskonstruktion, die geplante Nutzung des Dachgeschosses und nicht zuletzt der Preis zu berücksichtigen.
Gründach
Dachbegrünungen verbessern das Klima im und ums Haus. Die Pflanzenschicht dämmt das Gebäude zusätzlich. Die Lebensdauer des Daches wird durch die Begrünung verlängert – es ist vor UV-Strahlen geschützt und Temperaturschwankungen weniger ausgesetzt. Sowohl Flachdächer als auch Steildächer (bis zu einem Winkel von 45°) können bepflanzt werden.
Dachgauben
Eine Gaube als Dachaufbau macht nicht nur optisch etwas her: Mit ihr lässt sich der Wohnraum erweitern und durch die Fenster vermehrt Licht ins Dachgeschoss bringen. Gegenüber herkömmlichen Dachfenstern haben Gauben den Vorteil, dass Sonnenstrahlen nicht senkrecht auf die Fensterfläche treffen, was verhindert, dass sich die Luft zu stark aufheizt.
Nachträglicher Einbau einer Gaube
Wollen Sie nachträglich eine Dachgaube einbauen, müssen Sie die Bauordnung Ihres Bundeslandes beachten. Fragen Sie beim zuständigen Bauamt nach! Dort bringen Sie schnell in Erfahrung, ob eine Baugenehmigung benötigt wird oder nur ein Kenntnisgabeverfahren erforderlich ist. Außerdem erfahren Sie, welche Auflagen zu erfüllen, welche Bauvorlagen anzufertigen und welche Anträge einzureichen sind. Prüfen Sie vor Baubeginn die Bausubstanz und klären Sie, ob sich der Dachstuhl in einem einwandfreien Zustand befindet bzw. für eine Gaube geeignet ist.
Dacherker
Während eine Gaube meist hinter der Außenwand auf den Dachsparren sitzt, steht der Dacherker in einer Flucht mit der Gebäudelängsseite und schließt direkt mit der Hauswand ab. Erker sind eigenständige Dachkonstruktionen, Gauben eingebaute Elemente. Ein Dacherker kann mehrgeschossig ausgeführt sein, sodass sich deutlich mehr Wohnraum gewinnen lässt. Die Firsthöhe muss dabei allerdings unterhalb des Hauptdaches bleiben, andernfalls spricht man von einem Kreuzdach. Ist ein Übergang vom Hausdach zum Dacherker möglich, bietet sich die Eindeckung mit dem gleichen Material an. Je nach Bundesland wirkt sich der Bau eines Erkers etwa bei der Berechnung der Abstandsflächen auch baurechtlich aus – Anders ist es bei einer Gaube. Zudem verändern Dacherker die Dachlandschaft stärker als einfache Gauben. Vor der Planung sollten Sie allerdings bei Ihrer zuständigen Behörde nachfragen. Wer mit einer Baufirma oder mit einem Architekten baut, hat bereits einen Experten an seiner Seite, der sich um entsprechende Genehmigungen kümmert.