Bodenaufbau für Pflaster- und Plattenbeläge
Bodenaufbau für Pflaster- und Plattenbeläge
Bevor es an die Verlegung des gewünschten Belages geht, muss die Untergrundvorbereitung erfolgen. Die Belagsart, der Einsatzort, der Nutzungsgrad und die Struktur des Bodens entscheiden darüber, welcher Untergrund erforderlich ist und welche Flächenentwässerungsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Ein Gefälle von 2 % ist nötig, um Staunässe zu vermeiden und Wasserflecken und Frostschäden zu verhindern. Holen Sie sich Unterstützung vom Profi!
Unterkonstruktion für Holzterrassen
Unterkonstruktion für Holzterrassen
Die Unterkonstruktion ist die Basis jeder Holzterrasse. Sie fixiert die Dielen und sorgt für ausreichend Belüftung. Welche Art von Unterkonstruktion verwendet wird, hängt neben der Untergrundbeschaffenheit auch vom Budget und der Dielenauswahl ab.
Unterkonstruktionen aus Harthölzern sind günstig, Stahl- oder Aluminiumstreben versprechen hingegen lange Haltbarkeit und Stabilität. Eine feste, ebene Fläche, ein 2 %-iges Gefälle sowie ein ausreichender Balkenabstand sind absolute Grundvoraussetzungen.
Pflasterklinker
Pflasterklinker sind eine gute Alternative zum grauen Betonstein und den vergleichsweise teuren Natursteinen. Die hart gebrannten Ziegel halten ein Leben lang und sind in vielen kräftig leuchtenden Farben erhältlich. Neben den klassischen roten Ziegeltönen gibt es die pflegeleichten Pflasterklinker auch in dunklen Trendfarben und erdigen Kolorierungen.
Ihre Tradition reicht weit zurück: In Norddeutschland gelten die tonhaltigen Klinker noch heute als das am meisten verwendete Baumaterial, sowohl für Pflasterflächen als auch für Fassaden. Dank einer Vielzahl an Verlegearten können Terrassen, Einfahrten oder Höfe sehr individuell mit Pflasterklinkern gestaltet werden.
Beton
Belastbar, langlebig, witterungsbeständig – das ist Beton und dafür wird das Material geschätzt. Jetzt erlebt Beton eine Renaissance, was die Gestaltung im Außenbereich anbelangt, und ist beliebter denn je. Lassen Sie sich von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, Strukturen, Körnungen, Farben und Facetten des Materials begeistern!
Verlegebilder
Die Anordnung des gewählten Belages ist ein entscheidender Faktor für die Gesamtwirkung der Fläche. Ein gleichmäßiger Verband vermittelt einen ruhigen Eindruck, während eine unregelmäßige Anordnung weniger flächig und lebendiger erscheint.
Gestalten im System
Praktisch und einheitlich schön – viele Hersteller bieten ganze Produktsysteme an, die nach dem Einbau wie aus einem Guss erscheinen. Pflaster, Platten, Treppenstufen, Palisaden und Mauern sind hier bis ins Detail aufeinander abgestimmt und in verschiedenen Designvarianten erhältlich. Mit ihnen erhalten Sie eine stilvolle Systemlösung für den Außenbereich Ihres Grundstücks.
Keramik
Keramik ist Trend und steht Beton oder Naturstein im Erscheinungsbild in nichts nach. Das Feinsteinzeug ist stark im Alltag, unempfindlich gegen Verunreinigungen und durch das geringe Gewicht mit wenig Krauftaufwand verlegbar. Ob rustikal, modern, puristisch oder edel: Mit Keramikplatten lassen sich dank Digitaldruck und neuen Methoden des Glasurauftrags attraktive Flächen gestalten.
Holz & WPC
Terrassen aus Holz versprechen Natur pur! Das Material erzeugt eine gemütliche, warme Atmosphäre und fügt sich mit seinem natürlichen Look harmonisch in den Garten ein. Jede Diele ist ein Unikat. Damit diese lange schön anzusehen sind, sollten Sie robuste Hölzer wählen, die Wind und Wetter mühelos überstehen. Als pflegeleichte Alternative mit Holzanmutung eignet sich WPC besonders.
Dauerhaftigkeitsklassen von Hölzern
Dauerhaftigkeitsklassen von Hölzern
Bei der Auswahl von Terrassenhölzern ist die Dauerhaftigkeitsklasse von entscheidender Bedeutung. In der DIN Norm EN 350 sind alle gängigen Holzarten mit ihrer natürlichen Dauerhaftigkeit aufgeführt.
Die Klassen reichen von 1 (sehr dauerhaft) bis 5 (nicht dauerhaft), wobei die jeweilige Klasse die Resistenz gegenüber zerstörenden Pilzen und damit die Haltbarkeit der Hölzer im Freien beschreibt.
Tropenhölzer: Klasse 1 bis 2
Nadelhölzer: Klasse 2
Einheimische: Hölzer Klasse 3 bis 4
Stauseeholz – Guyana Teak
In Surinam, im Nordosten Südamerikas, wurde zwischen 1960 und 1964 ein Damm errichtet, mit dem der Fluss Suriname zum Brokopondo See aufgestaut wurde. Dieser Stausee ist mit ca. 1.500 km² Fläche etwa dreimal so groß wie der Bodensee. Da vor der Flutung der Urwald nicht gerodet wurde, enthält der Stausee eine gigantische Menge an hochwertigem Holz.
Die Bäume sind zwar seit langem abgestorben, wurden aber durch das Süßwasser konserviert. Die Hölzer sind von hervorragender Qualität, hochresistent gegen Fäulnis und deshalb besonders für die Nutzung im Außenbereich geeignet. Die Ernte ist zwar aufwändig und teuer, aber die Nutzung dieser Ressource ist ökologisch ausgesprochen sinnvoll, da die Bäume im See langsam verrotten und dabei klimaschädliches Methan freisetzen würden.
Naturstein
In jedem Naturstein stecken viele Millionen Jahre Erdgeschichte. Mit ihrer zeitlosen Schönheit und unverwüstlichen Art ermöglichen die Steine eine langlebige, nachhaltige Gartengestaltung. Dabei sind sie angenehm pflegeleicht und aufregend vielseitig. Das hochwertige Material ist für verschiedenste Einsatzzwecke geeignet und schafft in Verbindung mit Pflanzen und Wasser eine sehenswerte Ruheoase.
Der richtige Stein für Ihren Garten
Der richtige Stein für Ihren Garten
Der Einsatz im Außenbereich ist mit Beanspruchungen verbunden. Jede Gesteinsart reagiert anders auf die Umwelteinflüsse. Viele Natursteine sind überaus robust gegenüber Feuchtigkeit, Frost und anderen Witterungsumständen, andere Gesteinsarten eignen sich nur bedingt für den Einsatz im Außenbereich. Lassen Sie sich am besten beraten, um den passenden Naturstein für Ihren Garten zu finden!
Terrassen aus Naturstein
Terrassen aus Naturstein
Immer ein Highlight, immer natürlich. Terrassen aus Naturstein sind hochwertig und überdauern Jahrzehnte. Die unterschiedlichen Steinarten bieten Ihnen individuelle Farbnuancen, Formen und Oberflächen, mit denen Sie verschiedenste Verlegemuster realisieren können.
Die Verlegung kann sowohl in gebundener als auch in ungebundener Bauweise erfolgen. Ersteres ist vor allem dann ratsam, wenn die Natursteinplatten unterschiedlich dick sind. Sie können auf diese Weise besser angeglichen werden. Entscheiden Sie sich für die gebundene Bauweise, vergessen Sie nicht, an ein entsprechendes Entwässerungssystem zu denken! Dieses verhindert Frostschäden.
Reinigen sollten Sie Ihre Terrasse ausschließlich mit handelsüblichen Bürsten und speziellen Reinigungsmitteln für Natursteine. Die Verwendung eines Hochdruckreinigers oder scharfer Reinigungsmittel ist zu aggressiv und kann die Oberfläche schädigen.
Gesteinsarten
Für nahezu jede Anforderung gibt es auch den geeigneten Naturstein. Jeder Stein ist individuell, was Eigenschaften, Farbton und Farbschattierungen angeht. Abhängig von der Gesteinsart und der Oberflächenbearbeitung lassen sich Terrassen im antiken, modernen oder mediterranen Stil errichten.
Gartenmauern aus Naturstein
Natursteinmauern sind nach wie vor sehr beliebte Elemente in der Gartengestaltung: Zum einen werden sie als eine Art Raumteiler eingesetzt, zum anderen stützen sie Hänge ab. Zur Absicherung von Hängen kann eine Trockenmauer oder eine vermörtelte Mauer errichtet werden.
Entscheiden Sie sich für die vermörtelte Variante und liegt dazu ein schwerer Boden vor, ist eine Drainage zum Hang hin unerlässlich. Bei Trockenmauern ist zudem eine leichte Neigung zum Hang hin wichtig. Die Mauer soll sich wortwörtlich an den Hang anlehnen – das erhöht die Stabilität. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen, um zu erfahren, wie genau die Mauer konstruiert werden muss um den auftretenden Kräften standhalten zu können.
Kiesbeläge
Mit Kies lassen sich Flächenbilder erzeugen, die edel und exklusiv wirken. Die einheitliche Optik sowie die gute Begehbarkeit sind Gründe, warum Kiesbeläge gerne für Gartenwege verwendet werden. Das Regenwasser kann versickern, eine separate Entwässerung oder ein Anschluss an die Kanalisation wird nicht gebraucht.
