Tipps für den Dachausbau
Trockenbau
Ist das Dachgeschoss ausgebaut, stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten offen, wie Sie den neu gewonnenen Raum nutzen können. Unter den geneigten Dächern eines Neubaus oder renovierten Altbaus finden sich ideale Betätigungsfelder für den modernen Trockenbau. Verschiedene Ausbaulösungen für Böden, Wände und Dachschrägen stehen Ihnen zur Verfügung, um normale Wohnräume oder Feuchträume zu formen, oder um die erhöhten Anforderungen hinsichtlich des Brandschutzes (z. B. bei alten Dachstühlen) zu erfüllen.
Trennwände
Mit Trockenbauplatten und einem Ständerwerk sind Trennwände schnell und sauber errichtet und an vorhandene Dachschrägen angepasst. Das Ständerwerk eignet sich perfekt, um Installationen, Leitungen und andere Haustechnik versteckt zu verlegen.
Der trockene Innenausbau ermöglicht die flexible Raumaufteilung, sodass der Wohnraum unterm Dach genau den eigenen Bedürfnissen angepasst und jederzeit wieder verändert werden kann. Im Nu wird das Dachgeschoss in ein neues Kinderzimmer, ein ruhiges Büro oder – dank feuchteresistenter Trockenbauplatten – in ein großes Badezimmer umgewandelt.
Verkleidung von Laibungen
Sind Dachfenster eingebaut, ergibt sich durch die Stärke der Dachsparren bzw. die Dicke der Wärmedämmung eine natürliche Fensterlaibung. Auch mit Trockenbauplatten kann der Anschluss von Laibung und Verkleidung der Dachschräge hergestellt werden. Am Übergang zwischen Laibung und Verkleidung empfiehlt sich der Einsatz eines Kantenprofils, da diese Stelle sehr stoßempfindlich und -anfällig ist.
Dachausbau mit Holz
Sie setzen konsequent auf nachwachsende und recycelbare Rohstoffe? Dann entscheiden Sie sich im Ausbau für Plattenmaterial aus Holz bzw. auf Holzbasis. Diese eignen sich bestens für einen weitgehend diffusionsoffenen Wand- und Dachaufbau und sind ungeschlagen wenn es um die Schaffung eines behaglichen, wohngesunden Raumklimas geht.
Schiebetürsystem
Sie haben einen einzigen großen Dachraum und möchten nun doch etwas mehr Privatsphäre einbauen? Wie wäre es mit einem cleveren Schiebetürsystem, das beim Öffnen in den Wandhohlraum der Trockenbauwand geschoben wird? Ob großer oder kleiner Durchgang, ohne Raumverlust lassen sich Räume perfekt teilen, noch dazu barrierefrei und wirksam schalldämmend.
Abseitenwand
Als Abseitenwand bezeichnet man die senkrechte Wand im Dachgeschoss zwischen der Dachschräge und dem Fußboden. Also den Bereich hinter der eingesetzten Wand unter der Dachschräge, der den niedrigen ungenutzten Raum vom Wohnraum abtrennt. Durch den Einbau von versteckten Wandschränken oder Abstellräumen mit Abseitentür muss dieser Raum nicht ungenutzt bleiben. Mit der Installation von Abseitenwänden können Möbelstücke, z. B. das Bett, mühelos ohne Hohlraum bis an die Wand gerückt werden. Bei manchen Häusern verläuft die Dachschräge nicht ganz bis zum Boden, sondern grenzt an eine ca. 40 bis 80 cm hohe Wand an. Hier spricht man von einem Kniestock, der dem Dachgeschoss mehr Höhe verleiht.
Brandschutz
Spezielle Brandschutzplatten mit modifiziertem Spezialgipskern wirken wie thermische Schutzschilde. Diese Platten sind bei einer Modernisierung sinnvoll und können optimal zur Dachschrägenverkleidung eines bestehenden älteren Dachstuhls verwendet werden. Die darin verarbeiteten Holzsparren sind über die Jahre meist schon sehr trocken und leicht entflammbar, sodass Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.
Balken als Gestaltungselement
Warum nicht die alten, oft wunderschönen Balkenwerke in die Gestaltung der Dachwohnung einbeziehen? Voraussetzung: eine Dachdämmung von außen, stabile Trockenbaukonstruktionen an den Schrägen und am sogenannten Kniestock, dahinter können alle Rohre und Kabel unsichtbar mitgeführt werden, auch Stauraum ist möglich.