Trockenbauprofile
Trockenbauprofile dienen zur Herstellung eines Grundgerüsts, auf das im Anschluss die Gipskartonplatten montiert werden. Der Profilaufbau hängt davon ab, ob Sie eine abgehängte Decke, eine Wandverkleidung oder eine freistehende Wand realisieren wollen.
Bei freistehenden Wänden und bei der Vorsatzverschalung einer Wand bilden die Profile ein Ständerwerk, beim Abhängen einer Decke eine Unterkonstruktion aus Längs- und Tragprofilen.
Profile aus Holz
Holzprofile eignen sich zwar für die Verwendung als Unterkonstruktion, beim Badausbau ist davon aber abzuraten. Im Vergleich zu anderen Lösungen erfordert eine Holzkonstruktion mehr Arbeitsaufwand und ist zudem anfälliger für Nässe.
Das Naturmaterial neigt dazu, sich auszudehnen und zu verziehen, was zu Rissen oder Unebenheiten führen kann.
Profile aus Metall in der Gesamtkonstruktion
Profile aus Stahlblech sind für den Badausbau optimal geeignet. Die Profilelemente sind in verschiedenen Längen erhältlich und können mit einer Blechschere ganz einfach gekürzt werden. Im Gegensatz zu Holzprofilen verziehen sich Metallprofile nicht – etwa durch Änderungen der Luftfeuchtigkeit – und halten auch höheren mechanischen Belastungen stand.
Für die besonderen Anforderungen in Feucht- und Nassräumen gibt es Metallprofile, die mit einem speziellen Korrosionsschutz ausgestattet sind. So können auch in kritischen Bereichen sichere Konstruktionen mit langer Lebensdauer erstellt werden. Je nach Belastungsgrad sind unterschiedliche Profile erhältlich.
Vorwandelemente
Vorwandelemente
Für viele Sanitärinstallationen im Bad – z. B. für Toiletten, Waschbecken oder Urinale – sind sogenannte Vorwandelemente erhältlich. Sie gewährleisten eine sichere und vor allem stabile Montage der Sanitäreinrichtung. Zulauf und Ablauf des Wassers erfolgt verdeckt innerhalb der Elemente, was das Stemmen von Schlitzen im vorhandenen Mauerwerk überflüssig macht.
Da sich Vorwandelemente leicht mit Gipsplatten verkleiden lassen, eignet sich ihre Verwendung besonders in Kombination mit Trockenbausystemen. Der durch den dickeren Wandaufbau entstandene Raumverlust lässt sich durch einen konstruierten Wandsims über den Vorwandelementen optisch ausgleichen.
Doppelte Beplankung
Für eine bessere Stabilität werden Trockenbauwände im Badezimmer meist doppelt beplankt. Das ist gerade dann notwendig, wenn später Fliesen verlegt werden.
Diese benötigen einen möglichst bewegungsfreien Untergrund, damit sich später keine Risse bilden. Die versetzt zueinander montierten Gipskarton-Schichten verhindern die Bildung durchgängiger Fugen und stabilisieren die Wand so weit, dass eine spätere Verfliesung einen sicheren, haltbaren Untergrund hat.
Außerdem können auf zweilagigen Beplankungen Lasten bis zu 60 kg pro Schraube (abhängig von der Schraubenstärke) befestigt werden. Das Anbringen von schweren Spiegeln oder Schränken ist somit kein Problem.
Wird die eingezogene Wand lediglich gestrichen und mit leichten Regalen versehen, reicht oft eine einfache Beplankung aus. Die herkömmlichen Ständerabstände von 62,5 cm sind hier jedoch deutlich zu reduzieren, um einen vergleichbar steifen Untergrund zu erhalten.
Verfugung
Zentrales Thema beim Bau mit Trockenbausystemen ist die absolute Dichtigkeit, um spätere Schäden zu vermeiden. Sind die Wände gestellt, müssen die Fugen sorgfältig glatt verspachtelt und geschliffen werden, damit Putz oder Fliesen später gut haften.
Die Fugen zwischen den Gipskartonplatten werden mit einem imprägnierten Fugenspachtel geschlossen. Hierfür sollte die zum System gehörende Spachtelmasse verwendet werden, um eine garantiert dichte und lang anhaltende Verfugung zu gewährleisten.
Mit einem Bewehrungsstreifen, der in den Fugenspachtel eingelegt wird, lässt sich die Qualität und Lebensdauer der Fugen zusätzlich erhöhen. Um in Dehnfugen sowie Stoßfugen und Stoßbereichen eine flexible Abdichtung zu schaffen, können auch Dichtbänder eingesetzt werden.
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