Raum zur Entfaltung
Neben der klassischen Nutzung als Lagerraum oder zur Unterbringung des Heizsystems bietet ein Keller viele weitere Nutzungsmöglichkeiten – direkt nach dem Bau, oder auch erst in späteren Jahren:
- Zusätzlicher Wohnraum
- Waschküche
- Gäste- oder Einliegerwohnung
- Spielzimmer
- Jugendzimmer
- Erste "eigene Wohnung"
- Werkstatt
- Hobbyraum
- Wellnessbereich
- Partyraum
- Home-Office
Günstiger (Wohn-) Raum im Keller
Ca. 40.000 bis 60.000 Euro kostet ein ca. 100 m² großer, voll ausgebauter gemauerter Keller. Das sind Quadratmeterpreise um 500 Euro. Zum Vergleich: Die Quadratmeterpreise für ein Erdgeschoss liegen um 2.000 Euro. Ergo: Für nur ca. 15 % Mehrkosten im Gesamtetat Ihres Neubaus erhalten Sie rund 30 % mehr Gesamtnutzfläche!
Keller – Ja oder Nein?
Wer ein Haus baut, muss entscheiden, ob ein Keller Sinn macht. Preisgründe sprechen erst einmal gegen den Keller. Die zusätzlichen ca. 30.000 Euro, die Sie für Aushub und Rohkeller bereitstellen müssen, sehen auf den ersten Blick teuer aus. Gerade in Regionen, in denen die Grundstückspreise sehr hoch sind, kann ein Keller aber auch helfen, den Geldbeutel zu schonen. Ob ein Keller sinnvoll ist, hängt in jedem Fall von vielen verschiedenen Faktoren ab. Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Aspekte aufgelistet:
Pro
- Mehr Stauraum und Wohnfläche auch auf kleinen Grundstücken möglich
- Deutlich höherer Marktwert als bei kellerlosem Haus
- Besseres Wohnklima durch die Minderung von Temperaturschwankungen in den darüberliegenden Räumen
Contra
- Höhere Baukosten (Bodenaushub, Kellerwände, Abdichtung zum Erdreich etc.)
- Längere Bauzeit
- Schwierigere Versorgung mit Tageslicht
- Barrierefreier Zugang oft nur kostenintensiv realisierbar
Fundament
Das Fundament ist die konstruktive und statische Ausbildung des Übergangs zwischen Bauwerk und Boden. Die wichtigste Aufgabe des Fundaments ist es, alle Lasten aus dem Bauwerk auf den Boden zu übertragen und dort gleichmäßig zu verteilen. Dabei wird zwischen nicht tragenden Kellerbodenplatten und Fundamentplatten unterschieden, die bei Gebäuden ohne Keller zum Einsatz kommen.
Der Keller bestimmt das Fundament
Wie das Fundemant eines Gebäudes beschaffen sein muss, hängt in erster Linie davon ab, ob das Gebäude unterkellert werden soll oder nicht. Denn im Gegensatz zur nicht tragenden Kellerplatte muss die tragende Bodenplatte besonders stabil sein, da sie eine wichtige Rolle für die Statik spielt und das gesamte Gewicht des Bauwerks gleichmäßig auf den Boden verteilen muss. Auch das Gewicht des Hauses und die Tragfähigkeit des Bodens spielen eine entscheidende Rolle bei der Planung des Fundaments. Die Tragfähigkeit muss von einem Sachverständigen im Vorfeld des Bauvorhabens, in Form eines Bodengutachtens, ermittelt werden.
Ein Haus ohne Keller und nur mit Fundamentbetonplatte zu bauen, hat viele Vorteile. An erster Stelle ist die Kostenersparnis zu nennen, denn selbst eine gedämmte Bodenplatte mit integrierter Fußbodenheizung ist deutlich günstiger als ein ganzer Keller. Vor allem bei hohem Grundwasserspiegel ist eine Bodenplatte einem Keller vorzuziehen, weil das Grundwasser gegen die Kellerwände drücken würde.
Auf der anderen Seite hat ein Haus mit einfacher Bodenplatte und ohne Keller auch einige Nachteile. Zuerst ist eine bessere Betonqualität notwendig, wenn man sich für eine stabile Fundamentplatte entscheidet. Zudem ist die Dämmung einer Fundamentbetonplatte oft kostspieliger als die Dämmung eines Kellers, was man bei der Budgetplanung nicht vergessen darf. Ein Eigenheim ohne Keller muss außerdem größer gebaut werden, um die gleiche Nutzfläche zu erhalten, was die Baukosten wiederum in die Höhe treibt.
Thermobodenplatten
Gerade wenn ein Haus keinen Keller hat, muss das Augenmerk auf eine besonders gute Dämmung der Fundamentplatte gelegt werden – vor allem, wenn man sich ein Energiesparhaus oder gar ein Passivhaus wünscht. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf Thermobodenplatten. Sie verfügen über eine integrierte Flächenheizung, sodass die Fundamentbetonplatte nicht nur wärmegedämmt ist, sondern sogar Wärme abgeben kann. Aufgrund der Flächenheizung ist kein nachträglich aufzubringender Heizestrich nötig und auch Abwasser- und Frischwasserleitungen sind bereits in der Thermoplatte eingelassen.
Für eine Thermobodenplatte wird zunächst eine kapillarbrechende Schotterschicht auf den Grund aufgebracht, damit sich bei Frost- und Tauwechsel unterhalb der Dämmschicht keine Bewegungen im Boden ergeben. Zudem werden häufig zwei Lagen Hartschaum aufgebracht, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit und Kälte zu verhindern. Dabei ist zu beachten, dass die Wärmedämmung gerade bei einer Thermobodenplatte auch die Seiten gut umschließt, damit es keine Wärmebrücken gibt. Die Flächenheizung der Thermobodenplatte sollte außerdem möglichst auf Niedrigtemperaturbasis arbeiten und es sollte für jeden Raum einen eigenen Heizkreis geben, um die Raumtemperaturen individuell regeln zu können.
Eine eigene Sauna, ein Spielzimmer für die Kinder, ein Partyraum für die Teenies, Arbeits-, Hobby- oder Gästezimmer: Ganz gleich für welchen Zweck –, damit aus einem Keller ein Lebens- und Wohlfühlraum wird, muss vor allem das Wohnklima stimmen und der Keller trocken sein. Das erfordert eine normgerechte Abdichtung gegen eindringende Feuchtigkeit aus dem umgebenden Erdreich. Diese Abdichtung erfolgt im besten Fall dort, wo der Keller direkt mit dem Wasser in Berührung kommt: An der Außenseite.
Schwarze Wanne
Die meisten Wohnhauskeller in Deutschland haben zwar eine Bodenplatte aus Beton, sie bestehen aber ansonsten aus gemauerten Außenwänden, die zunächst einmal mehr oder weniger wasserdurchlässig sind. Deshalb wird das Mauerwerk von außen durch eine vollflächige Dichtungshaut geschützt – meist auf Basis von schwarzen Bitumenbaustoffen. Als Alternative zu Bitumen werden heute auch häufig Kunststoffbahnen zur Abdichtung sowohl der Bodenplatte als auch der Kellerwände eingesetzt.
Pro
- Günstigere Baukosten
- Bewährtes System mit langjährigen Erfahrungswerten auf Seiten der Baufirmen
- Ggf. nötige Nachbesserungen sind einfacher realisierbar als bei der weißen Wanne
Contra
- Kürzere Lebensdauer von ca. 40 bis 50 Jahren
- Längere Bauzeit – vor allem im Vergleich zur weißen Wanne aus Fertigbauteilen
Weiße Wanne
Hier sind schwarze Bitumenbaustoffe oder Kunststoffbahnen zur Außenabdichtung völlig überflüssig. Stattdessen bieten die Kellerwände selbst den notwendigen Schutz, weil sie – ebenso wie die Bodenplatte – aus wasserundurchlässigem Beton bestehen (WU-Beton). Weiße Wannen werden entweder auf der Baustelle aus frischem Beton gegossen oder aber aus Betonfertigteilen zusammengesetzt. Die Fugen zwischen Bodenplatte und Wänden werden mit wasserdichten Fugenbändern abgedichtet.
Pro
- Extrem haltbar – Lebensdauer von 60 bis 80 Jahren
- In der Regel keine zusätzlichen Drainagen nötig
- Verkürzung der Bauzeit durch Wegfall der nachträglichen Abdichtung
- Witterungsunabhängigkeit
Contra
- Höhere Kosten
- Aufwendigere Planung und anspruchsvollere Konstruktion – ggf. nur durch Spezialfirmen umsetzbar
Sichere Rohrdurchführungen
Rohrdurchführungssysteme mit abgestimmten Boden- und Wandelementen machen den Wasserschutz am Haus perfekt. Ihr Dichtprofil sorgt für einen wasserdichten Anschluss zwischen Wand und Kanalgrundrohr. Ein zusätzlicher Einsatz dichtet das Kanalgrundrohr gegen die durchführenden Gas-, Wasser- oder Abwasserrohre sowie Kabel ab. Damit hat Wasser keine Chance, ins Haus einzudringen.
Lichtschächte sollen nicht nur die Licht- und Luftausbeute für die dahinterliegenden Räume vergrößern. Sie sollen zugleich Erdreich, Laub, Staub und Wasser fernhalten. Wirtschaftliche Lösung: komplette Systeme mit speziellen Dichtbändern und Dämmelementen. Sie sind wasserdicht, helfen beim Energiesparen und vermeiden Wärmebrücken.
Moderne Lichtschacht-Systeme machen das Leben auf der Baustelle leichter und im Haus sicherer. Mit sorgfältig abgestimmten Komponenten, lassen sie sich druckwasserdicht und wärmebrückenfrei montieren – der Keller bleibt auch rund um das Fenster warm bzw. trocken.
Die Lichtschachtkörper können aus GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) und aus Beton bestehen. Betonlichtschächte können praktisch in jeder beliebigen Größe hergestellt werden und sind hochbelastbar, bis hin zur Befahrbarkeit durch Lkws. Ihr hohes Eigengewicht macht für die Montage jedoch einen Baukran erforderlich. Während der Bauphase ist der Betonlichtschacht entsprechend unempfindlich gegenüber schwerem Baugerät, etwa beim Hinterfüllen und Verdichten der Baugrube.
Lichtschächte aus Kunststoff haben den Vorteil ihres geringen Eigengewichts. So kann die Montage am Rohbau oder auch nachträglich am fertigen Haus in der Regel ohne Kran durchgeführt werden. Ihre Dimension ist aufgrund der geringeren Stabilität des Kunststoffs gegenüber Beton begrenzt. Die Farbe des Kunststofflichtschachts ist weiß, seine Geometrie gewölbt, wodurch die Lichtausbeute groß ist.
Lichtschachtabdeckung
Auch Regenwasser, das von der Fassade bzw. Schlagregenwasser, das direkt in den Lichtschacht läuft, verursacht Schäden an Keller und Fundament. Clevere Abdeckungen sind lichtdurchlässig, verhindern aber, dass Kleintiere, Schmutz und Regen in den Lichtschacht gelangen. Die Abdeckungen werden auf den vorhandenen Gitterrost montiert. Eine klappbare Glasabdeckung wird geneigt montiert und bietet zusätzlichen Schutz.
Millionen deutsche Hausbesitzer und Bauherren sind von Rückstauschäden bedroht – sie wissen es nur noch nicht. Das Problem: Bei schweren Niederschlägen staut sich das Abwasser aus dem Kanal in den angeschlossenen Leitungen der Häuser zurück bis zur sogenannten Rückstauebene. Gemeint ist die Höhe der Straßenoberkante. Tiefer liegende Räume im Souterrain oder Keller können somit schnell geflutet werden.