Hochwasser

Fenster

Fenster und Fenstertüren lassen Ihr Zuhause freundlich und einladend erscheinen. Sie leuchten die Wohnbereiche mit hellem, natürlichem Licht aus und sorgen dafür, dass räumliche Grenzen verschwimmen. Achten Sie bei der Bauplanung bereits auf eine entsprechende Verschattung und denken Sie daran, dass Fenster essenziell für die Energieeffizienz Ihres Hauses sind.

Materialien

Ihre Fenster sind der Witterung und anderen Umwelteinflüssen dauerhaft ausgesetzt und müssen deshalb nicht nur optisch, sondern auch mit Funktions­sicherheit, Formstabilität und erstklassigem Wärme- und Schallschutz überzeugen. Kunststoff, Holz und Aluminium gelten als bewährte Klassiker unter den Materialien.

Aluminium-Außenschalen

Die Kombination aus Kunststoff- oder Holzprofilen mit Vorsatzschalen aus Aluminium vereint die Vorzüge beider Materialien zu einem Fenster der Extra-klasse. Die Vorsatzschalen verdecken die Profile auf der Fensteraußenseite vollständig und machen das Fenster so komplett witterungsbeständig und wartungsfrei. Das ist besonders vorteilhaft in Verbindung mit einem Holzkern.

Neben "normalen", glänzenden Oberflächen sind auch Außenschalen mit matter Feinstruktur erhältlich. Diese sind nicht nur optisch sehr hochwertig, sondern auch robuster und langlebiger im Vergleich zur glatten Variante. Die Feinstruktur ist stoß- und kratzfest sowie korrosions- und UV-beständig.


Fenster erhöhen die Wohnqualität und übernehmen eine wichtige Gestaltungsfunktion. Damit sie perfekt zum Haus und den Bewohnern passen, müssen Größen, Formen, Farben und Funktionen individuell und situationsabhängig festgelegt werden. Steht ein Neubau bevor oder geht es um die Modernisierung eines schönen Altbaus? Sind übergroße Formate angesagt? Kommen Rund- oder Dreiecksfenster in Frage oder gar eine komplette Glasfassade? Über die Umsetzbarkeit entscheidet die Kombination aus persönlichem Geschmack und Projekt.

Formen

Tatsächlich werden 95  % aller in Deutschland produzierten Fenster nach Kundenwunsch und passend zur jeweiligen Raumsituation gefertigt. Die Auswahl der Fensterformen und -arten ist derart groß, dass Sie problemlos die richtige Lösung für Ihr Zuhause finden – es muss nicht immer nur das rechteckige oder rechtwinklige Fenster sein!

Formen wie Rund-, Dreiecksfenster oder schräge Fenster sind zwar außergewöhnlicher, aber in manchen Fällen praktischer, weil sie das Design und die Form des Hauses besser ergänzen.

Sanierung

Wer ein typisches Ein- oder Mehrfamilienhaus aus den 60er oder 70er Jahren modernisieren will, wird unverzüglich mit der Frage nach der Fenstersanierung konfrontiert. Nicht selten sind die Fensterdurchbrüche bei diesen Häusern deutlich kleiner als heute gewünscht.

Es bietet sich geradezu an, den ­Fensteraustausch und die Fassadensanierung und -dämmung zusammen anzupacken. Das hat energetische wie gestalterische Vorteile.

KfW-Förderung für Fenster

Die KfW fördert mit dem Einbruchschutz-Investitionszuschuss "Altersgerecht Umbauen" die Nachrüstung von einbruchhemmenden Fenstern mit extra stabiler Rahmenkonstruktion und abschließbaren Griffen so­wie Nachrüstsysteme für Fenster, wie zum Beispiel Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen oder Pilz­kopfverriegelungen, einbruchhemmende Gitter und auch Klapp- und Rollläden (einschließlich Lichtschachtabdeckungen).

Sanierung lohnt sicht – Beispielrechunung:

Da der Austausch von Fenstern meist mit hohen Kosten verbunden ist, sind sich viele Hausbesitzer unsicher, ob sich eine Fenstersanierung überhaupt lohnt. Folgendes Beispiel soll Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einer Sanierung geben.

Ausgangssituation:
Einfamilienhaus mit 120 m² Grundfläche und ca. 22 m² Fensterfläche, Preissteigerung des Energieträgers 5 % jährlich, Preis je Kilowattstunde 0,075 Euro, Ölverbrauch 3.500 Liter jährlich.

Ergebnis:
Ohne Sanierung würden die Heizkosten nach 5 Jahren bei 125.283,63 Euro liegen. Mit Kosten von ca. 6.000 Euro für eine Fenstersanierung – und einer Energieersparnis von ca. 4.500 kW/h – ­kommen Hausbesitzer im selben Zeitraum auf eine ­Heizkostenersparnis von über 20.000 Euro.

Sicherheitsfenster

Einbrecher suchen zielsicher nach den Schwachstellen am Haus, um schnell und einfach zum Zug zu kommen. Ein ordnungsgemäß verschlossenes Fenster mit herkömmlicher Beschlagtechnik wird vom routinierten Ganoven in nur zehn Sekunden aufgehebelt. Gelingt es Einbrechern dagegen nicht, innerhalb von maximal fünf Minuten in das anvisierte Objekt zu gelangen, geben sie erfahrungsgemäß auf.

Umlaufende einbruchhemmende Fensterbeschläge und abschließbare Fenstergriffe hindern Täter effektiv am Eindringen in das Haus. Zu diesen gängigen Sicherheitsmechanismen kann zusätzlich ein Anbohrschutz aus gehärtetem Stahlblech hinter dem Getriebe fixiert und ein Verbundsicherheitsglas eingesetzt werden.

Einbruchstatistik

Die Statistik beweist es: Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren.

2018 wurden 97.504 Fälle einschließlich Einbruchsversuche registriert. Bei fast der Hälfte blieb es beim Versuch. Zum ­größten Teil liegt das daran, dass immer mehr Häuser zusätzlich einbruchsicher ausgestattet werden.

Die Erfahrung zeigt: Gelangen Einbrecher nicht binnen kürzester Zeit ins Haus, geben sie den Versuch auf. Jede Sekunde mehr erhöht das Risiko, gefasst zu werden. Mit cleverer Mechanik an Fenstern und Türen gewinnen Sie wertvolle Sekunden!

Energieeffizienz

Effiziente Rahmenprofile und hochdämmende Wärmeschutzgläser lassen nur einen geringen Anteil der Raumwärme nach außen dringen. Schmale Rahmenprofile sorgen nicht nur für elegante Hausansichten, sondern ermöglichen auch eine bessere Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie.

Energieeinsparverordnung

Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) ­fordert für das Bauelement Fenster einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von höchstens 1,3 W/(m²·K). Moderne Fenster unterschreiten diese Vorgabe leicht: U-Werte von 0,8 W/(m²K) und darunter sind möglich. Erneuern Sie die Außentüren, dürfen Sie nur Modelle einbauen, deren Türfläche einen U-Wert von 1,8 W/(m²·K) nicht überschreitet.

Passivhausfenster

Als energieeffizienteste Form des Bauens gilt heute das Passivhaus: Es verbraucht jährlich maximal 15 kWh Heizwärme pro Quadratmeter Wohnfläche, was 1,5 Liter Heizöl entspricht. Somit benötigt es 90 % weniger Heizwärme als ein herkömmliches Bestandsgebäude und 75 % weniger als ein durchschnittlicher Neubau. Passivhausfenster können prinzipiell aus allen Materialien – Kunststoff, Holz, Aluminium oder einer Kombination daraus – bestehen. Wichtig ist nur, dass der U-Wert des Fensters nicht über 0,8 W/(m²·K) liegt. Natürlich spielt auch die Verglasung eine große Rolle. Im Idealfall wird ein Fenster mit 3-fach-Verglasung gewählt.

U-Wert

Der U-Wert ist die wichtigste Kenngröße beim Fenster­einbau. Er gibt den Wärmeverlust des Bauteils pro Quadratmeter Fläche und je Grad Temperaturdifferenz zwischen innen und außen an. Je niedriger der U-Wert, desto größer ist die Energiesparleistung.



Floatglas

Flüssiges Glas wird in einem Becken mit flüssigem Zinn verteilt. Das leichtere Glas schwimmt (engl. float) oben, kühlt ab und wird fest. Es entsteht eine sehr glatte, dünne Glasscheibe ohne Luft- und Materialeinschlüsse von unter 1 – 24 mm Dicke.

Funktionsglas

Moderne Fenster können durch die Verwendung spezieller Funktionsgläser ein breites Spektrum an Aufgaben erfüllen. Gern gewählt wird die Variante mit unterschiedlichen Scheibendicken, die durch ihren besonderen Aufbau den Schallschutz zusätzlich verbessert. Auch der Einsatz von Sonnenschutzgläsern bietet sich an. Sie helfen, das Haus im Sommer angenehm kühl zu halten. Sicherheitsgläser sorgen für höhere ­Stabilität und weisen einen großen Bruchschutz auf. Wer vorrangig Wert auf Design und Privatsphäre legt, sollte über Strukturgläser nachdenken.


Unbegrenzte ­Gestaltungsmöglichkeiten

Große Glasflächen liegen im Trend – bei Bauherren als auch bei Sanierern bzw. Renovierern. Mit individuellen Terrassen- oder Balkontüren werten Sie Ihre Wohnbereiche attraktiv auf und gestalten diese freundlicher.

Dreh-Kipp-Türen

Die klassische Dreh-Kipp-Tür ist die einfachste und zugleich günstigste Möglichkeit, um das Innen mit dem Außen zu verbinden. Für einen modernen Look kann die Tür zwei- oder sogar dreiflügelig angelegt oder mit einer großen Fensterfront kombiniert werden. Dadurch dringt mehr natürliches Licht ihn Ihr Zuhause und die Wohnqualität nimmt erheblich zu.

Schiebetüren

Diese Türelemente für Terrasse oder Balkon haben viele Vorteile. Da kein Schwenkraum benötigt wird, ist eine Schiebetür besonders platzsparend. Zudem bietet sie ein Plus an Komfort. Sie lässt sich ohne großen Aufwand öffnen und schließen, kann aber nicht von allein zufallen. Schiebetüren ermöglichen große Öffnungsbreiten und sorgen für einen hohen Lichteinfall im Wohn- oder Esszimmer. Ihr Wohnraum wird auf elegante Weise optisch erweitert, der Blick in den Garten ist frei. Parallel-Schiebe-Kipp-Türen und Hebe-Schiebetüren sind sowohl für die Terrasse als auch für den Balkon oder Wintergarten geeignet.

Modelltypen

Energieeinsparung durch Licht und Wärme von draußen

Bodentiefe, raumhohe Fenstertüren wirken wie eine kleine Zusatzheizung. Ist die Terrasse Richtung Süden ausgerichtet, können die weitläufigen Fensterflächen als passive Sonnenkollektoren dienen – das kann den winterlichen Heizaufwand beträchtlich reduzieren. Und erst die Lichtausbeute: Besonders schmal gerahmte Fenstertüren fluten den Raum mit Sonne.

Glasfassaden

Maximalen Lichteinfall bieten Ihnen Glasflächen, die vom Boden bis zur Decke oder ggf. über mehrere Stockwerke reichen. Passend zu großflächigen Fenstern und Terrassentüren werden diese Fassaden in einem durchgängigen System gefertigt. Das Ergebnis: Bis zu 6 m hohe transparente Flächen mit perfekt integrierten und großzügigen Terrassentüren.


Rollläden

Ein wirksamer Sonnenschutz gehört heute zur Basisausstattung von Haus und Wohnung. Moderne Rollläden- und Raffstoresysteme aus Aluminium schützen nicht nur vor direkter Sonneneinstrahlung und neugierigen Blicken, sondern auch vor Wärmeverlusten und Einbrechern.

Tageslicht lässt Räume größer, heller und freundlicher wirken. Doch manchmal macht es Sinn, die warmen Sonnenstrahlen auszuschließen. Nämlich dann, wenn es zu bestimmten Tageszeiten oder in den Sommermonaten zu Blendung oder Überhitzung der Wohnräume kommt. Oft werden Hausbesitzern die Nachteile eines fehlenden Sonnenschutzes erst bewusst, wenn die Temperaturen merklich in die Höhe klettern. Denken Sie deshalb schon bei der Hausplanung an geeignete Sonnenschutzvorrichtungen. Rollläden schützen im Sommer nicht nur vor der Hitze, sie sind zudem ein Kälteschutz im Winter und ein effektiver Einbruchschutz. Auch als Schallschutz haben sich Rollläden bewährt.

Rolladensysteme

Elektronische Steuerung von Rollläden

Licht- und Sichtschutz elektronisch steuern – wer einmal in den Genuss dieses Komforts gekommen ist, will ihn nicht mehr missen. Die Einstiegsklasse bilden kabelgesteuerte Motoren, gefolgt von Motoren mit automatisierter Endlagen- und Hinderniserkennung. Die Königsklasse der Motoren lässt sich komplett in die Hausautomation integrieren und steuert die Beschattung gemäß voreingestellter Szenarien oder individueller Wünsche, Tag für Tag und vollautomatisch.

Einbruchsicherung

Rollläden mit Hochschiebesicherung sind widerstandsfähig gegen Einbruchsversuche. Motorbetriebene Rollläden ebenfalls, weil ihr Motor über eine Bremse verfügt und der Panzer mit starren Verbindern an der Welle befestigt ist. Außerdem können Rollläden mit Bewegungsmelder gekoppelt werden. In diesem Fall fahren sie automatisch herunter, sobald sich jemand dem Haus nähert.

Energiesparen/Dämmen

Hochwertige Rollläden- und Raffstorekästen ­bestehen aus dem Dämmstoff-­Klassiker Styropor und dessen Weiterentwicklung, dem silbergrauen Neopor. Die Bauart der Beschattungssysteme zielt klar aufs Energiesparen ab. Ihr raumseitig geschlossener, fugenloser Aufbau, thermische Trennungen und kleinstmögliche Rollräume reduzieren Wärmeverluste auf ein Minimum. Geschlossene Rollläden reduzieren Wärmeverluste um bis zu 40 % (Altbau). Bei neueren Fenstern verbessert ein Rollladen die Wärmedämmung immerhin noch um bis zu 25  %. Ein Vorteil, der sich vor allem bei großen Fensterflächen auszahlt.

Schallschutz

Sie leben an einer stark befahrenen Straße oder in Flug­hafennähe? Dann sollten Sie auf eine schalldämmende Bauart Ihrer Rollladenkästen achten. Raumseitig geschlossene Systeme kommen ohne Verschlussdeckel aus und sind zudem fugenlos aufgebaut, wodurch Schallbrücken vermieden werden.

Gestalterische Freiheit

Moderne Beschattungsanlagen können auf unterschiedliche Weise an die Fassaden angebracht werden und die Gestaltung bereichern. ­Verschiedene Profilgrößen, -materialien und -geometrien bieten Ihnen Raum für Kreativität. Unterschieden wird zwischen Rollläden und Raffstores. Rollläden sind Alleskönner zum Schutz vor Hitze, Lärm, unerwünschten Einblicken, Einbruch und Wärmeverlust. Außenliegende Raffstores sind aus Alu-Lamellen gefertigt, robust und langlebig. Im Vergleich zum Rollladen lässt sich der Tageslichteinfall mit einem Raffstore gezielt lenken. Profile und die dazugehörigen Führungsschienen können mit vielen Farben beschichtet werden.